Freitag, 16. Mai 2014

Der Sommer ist ausgebrochen...

bin heute das erste Mal seit Deutschland kurz gefahren. Mein Thermometer zeigte 25°. Auf allen Strassen war heute viel Verkehr. Morgen ist Nationalfeiertag in Norwegen und ich habe noch nie so viele Norweger gesehen. Überall wurde geputzt, Rasen gemäht und eingekauft.
Der Radweg führt durch das Städtchen Tvedestrand. Ein nettes Städtchen mit engen Gassen und lauter weiß gestrichenen Holzhäusern. Viele kleine Läden und Cafés, zu schön um einfach durchzufahren. Habe mir eine Kaffeepause gegönnt. Eine Musikkapelle hat in der Nähe für morgen geprobt. Hier sind alle aus dem Häuschen.
Ich habe einen alten Mann gesprochen, ein Matrose, der 8 Jahre in Hamburg gelebt hat. Natürlich konnte er deutsch. Wiedermal habe ich nicht geschaltet und ihn um ein Foto oder gar Interview gebeten. Hätte der bestimmt gemacht. Ist mir aber leider zu spät eingefallen.
Später ging es durch Arendal. Hier war erst recht die Hölle los. Auf der Suche nach einer norwegischen PrePaid-Karte bin ich in ein Einkaufscenter und dort auch fündig geworden. Aber ich war ganz schön nervös, musste ich doch mein Rad unbewacht draussen stehen lassen. Ist aber gut gegangen und eine SIM-Karte habe ich nun auch.
Übernachtung heute in einer Hütte auf einem Campingplatz kurz vor Grimstadt. Morgen werde ich hoffentlich Kristiansand erreichen, damit würde ich ganz gut im Zeitplan liegen.
Noch ein Foto von unterwegs.

Donnerstag, 15. Mai 2014

Die erste Panne...

... aber Ende gut - alles gut. Der Tag fing so toll an. Nachdem ich gestern schon um 22 Uhr in der Kiste lag, war ich heute morgen bereits um 6 Uhr naja top fit wäre übertrieben, aber es hat gereicht um aufzustehen und die Morgenstimmung am See zu fotografieren. Der See war spiegelglatt. Zuerst lag noch etwas Morgendunst über dem Wasser und als die Sonne höher stieg spiegelte sich das gegenüberliegende Ufer in allen Details und tollen Farben. Um 8:30 saß ich bereits auf dem Rad. Die Anstiege waren anfangs leicht zu nehmen oft reichte der Schwung der Abfahrt für den Gegenanstieg, ich kam gut voran. Eine schöne Landschaft raste an mir vorbei, hoffentlich habe ich dabei nicht die Elche übersehen vor denen immer wieder per Achtung-Schild gewarnt wird.
Dann endlich der Wegweiser zur Fähre nach Risør mit der man über den Fjord kommt um nicht außen herum zu fahren. Es ging nochmal steil bergab bis zur Anlegestelle. Am Aushang, wo sonst die Abfahrtszeiten hängen, nur ein Zettel mit dem Hinweis, dass die Fähre erst wieder ab dem 19.05. geht - heute ist der 15. Meine gute Laune war kurzzeitig etwas getrübt. Aber was soll's fahren wir eben ein paar Berge mehr. Einer war allerdings dabei, der war ganz schön fies. Dafür bot er von oben einen tollen Ausblick.

Als der Fjord umfahren war treffe ich wieder auf die Route-1. So ist hier die NSCRbeschildert, übrigens sehr gut. Auch heute finde ich keinen Campingplatz direkt an de Strecke und habe auch keine Luft auf weitere Extrakilometer, also suche ich mir ein lauschiges Plätzchen an einem See, Seen gibt es hier jede Menge.
Heut habe ich meinen 1000sten Kilometer gefahren und seit Lübeck bereits über 4000hm. Dafür gibt es heute ein extra Schluck Whisky. (Einen kleinen Flachmann mit Scotisch Whisky habe ich wirklich dabei, das wurde mir angeraten). skål!

Mittwoch, 14. Mai 2014


Heute war nicht mein Tag...
die gestrige Etappe hat mich ziemlich geschafft. Dann habe ich noch bis 24Uhr am iPad rumgetippt und um 4 Uhr morgens haben eine Horde Möwen Radau gemacht das ich nicht mehr schlafen konnte. Hatte trotzdem keine Lust zum Aufstehen und bin heute erst um 10 Uhr losgekommen. Nach kurzer Fahrt zweigt die Route von der Strasse in einen Waldweg ein. Schotter und steile Rampen. Einige so steil, dass ich mit dem Schieben Probleme bekam. Am höchsten Punkt im Wald liegt ein Jogger auf dem Weg und macht Liegestütz. Darauf folgend ein ca.15% steile Abfahrt. Wahrscheinlich joggt der da hoch und macht oben Liegestütz...Leute gibt's.
Schieben musste ich heute öfter, die Beine sind heute völlig kraftlos. Erst am späten Nachmittag wird es wieder besser.
Die Landschaft heute wieder genial norwegisch was auch am Sonnenschein liegen kann. Einen Campingplatz an der Route habe ich heute nicht gefunden und auf extra km hatte ich keinen Bock. Also jetzt mal wild zelten. Habe einen tollen Platz gefunden und werde heute mal früher in die Mummeltüte steigen.


Dienstag, 13. Mai 2014

Willkommen in Norwegen...
bin gestern noch mit der Fähre über den Oslofjord nach Sandefjord und hatte dann heute die erste Etappe in Norwegen. 80km und 600hm das schlägt alles bisherige. Heute ging es entweder hoch oder runter aber niemals eben, bin völlig geschafft. Der kleinste Gang am Rad, den ich heute öfters brauchte, macht mir Sorgen, der klinkt so merkwürdig. Und außerdem glaube ich die neue Federgabel kostet mich viel Kraft, da sie mehr federt als die alte(defekte). Aber sonst wars heute wieder toll.
Teilweise nette Landschaft und hin und wieder atemberaubende Blicke auf die Fjorde. In den größeren Städten ist ziemlich viel Verkehr, da bin ich froh wenn ich durch bin.
Kurz bevor ich heute den Campingplatz erreichte fing es an zu regnen. Da hieß es dann Beeilung beim Zeltaufbau. Die Campingplätze hier in Norwegen sind ganz schön teuer wie vieles andere auch.

Sonntag, 11. Mai 2014

dem Dräger-Doc gefällt es auch ...


hatte ich gesagt, dass Dänemark hügelig sei...also hier in Schweden gibts ja nur Hügel. Aber sonst  ist es wunderschön. Der Tourismus schläft hier allerdings noch worüber ich nicht gerade traurig bin. Bei vielen Campingplätzen ist die Rezeption nur zu bestimmten Zeiten besetzt. Meine erste Etappe ging bis Stenungsund. Hier war niemand an der Rezeption. Ich habe mein Zelt an einen schönen freien Platz gestellt und am nächsten Morgen etwas Geld vor die Tür gelegt.

Die 2.Etappe gestern am Samstag war mit Abstand die schönste bisher.
Den ganzen Tag war blauer Himmel. Es ging auf Nebenstrassen durch traumhafte Landschaft und immer wieder gab es einen Blick aufs Meer mit den vorgelagerten Inseln oder in einen Fjord hinein. Durch das schöne Wetter war alles sehr farbenfroh.
Ein Blick auf die Karte hat mich dann aber etwas geschockt. Obwohl ich 70km gefahren bin, bin ich nicht wirklich weit gekommen. Der Weg schlängelte sich zwischen den Fjorden und 3x habe ich eine Fähre gebraucht.
Heute sah es wieder besser aus. Die heutigen 70km bei Regen und kühlen 10° haben mich trotz Gegenwind der schwedischen Grenze ein ganzes Stück näher gebracht.

Donnerstag, 8. Mai 2014

ab nach Sverige...
nun konnte ich doch noch ein wenig Zeit gut machen. Ungewollt bin ich gestern über 90km gefahren und so hatte ich heute nur noch 40km bis zum Fährhafen und konnte die 14Uhr Fähre nach Göteborg nehmen. Nach 3,5h Fähre und wegen einsetzendem Regen habe ich mich bzgl. Übernachtung für ein Hostel in Göteborg entschieden.

Die letzten 2 Tage in DK waren unspektakulär. Den dänischen Himalaya hatte ich hinter mir gelassen nun gab es keine wesentlichen Steigungen mehr. Dafür bin ich einmal pitsch nass geworden. Es hat geregnet wie aus Eimern und das auf einer starkbefahrenen Hauptstrasse.

Dienstag, 6. Mai 2014



mit Volldampf voraus...
bisher war ich der Meinung Dänemark sei flach, nun weiß ich es besser. Man sieht die Berge nicht und plötzlich steht man vor einem. Vielleicht liegt es auch an meiner fehlenden Kondition, dass mir hier jeder Hügel wie der Mt.Everest erscheint oder an meinem umfangreichen Gepäck. An beidem werde ich arbeiten.
Gestern, am 5.Mai, habe ich Grena erreicht. Hier beginnt der offizielle Teil meiner Tour, hier stoße ich auf die NSCR, der ich nun zunächst von Grena bis Frederikshavn folge. Bis gestern lief alles nach Plan, das Wetter war kalt aber sonnig und ich habe meine gesteckten Tagesziele erreicht.

Am Sonntag habe ich auf dem letztmöglichen Campingplatz auf Själland übernachtet. Um weiter zu kommen brauchte ich am nächsten Tag die Fähre von Själlands Odde nach Ebeltoft. Ein Blick durch Internet auf den Fahrplan offenbart