Samstag, 14. Juni 2014

Lass dir doch mal was anderes einfallen...
als dieses ständige Modell stehen. Doggi hier, Doggi da, das wird doch langsam langweilig, nörgelt der Dräger Doc. Kannst ja mal einen Handstand machen erwidere ich, oder einfach mal was positives sagen. Hast ja Recht sagt er dann und eigentlich finde ich es auch ganz toll was wir beide alles erleben.



Die Hauptstadt Reykjavik war relativ schnell abgehakt. Das Wahrzeichen das stählerne Sólfar, ein Wikingerschiff aus Edelstahl, der alte Hafen und natürlich die Hallgrímskirkja.
Im Zentrum, wo all diese Sehenswürdigkeiten nahe zusammen liegen, gibt es sehr viele Kneipen, Cafes und Restaurants und eine kleine Imbissbude in der es laut Bill Clinton weltweit die besten Hotdogs gibt. Ich habe es nicht verifiziert, ich mag keine Hotdogs.

Flächenmäßig dehnt sich Reykjavik weit aus, es gibt kaum Hochhäuser. Ein interessantes Bauwerk ist ein Wasserspeicher auf einem Hügel nahe des lokalen Flugplatzes.Von hier oben hat man einen schönen Blick über die Stadt.




Setz mich bloß nicht in den kalten Schnee...
ruft Doggi schon bevor ich ihn für's Gipfelfoto aus dem Rucksack hole. Keine Sorge beruhige ich ihn, ich werde dich auch nicht los lassen, hier wärst du in null-komma-nix weggeweht.
Als wir in Reykjavik los fuhren meinte der Guide, dass es am Gipfel ca. +10°C sind. Tatsächlich war durch den Windchill die gefühlte Temperatur dann allerdings deutlich unter Null und die Sicht leider auch.







Bis wir am Ausgangspunkt, einem Parkplatz an der Passtrasse, auf ca. 600m waren, war es schon fast 12 Uhr Mittags. Da schien die Sonne noch ab und zu durch die Wolken. Der Aufstieg dauerte länger als geplant. Eine der Teilnehmerinnen war wohl konditionell überfordert.

Als wir den Gipfel das letzte mal sahen war er schon zum Greifen nah. Die letzten 100hm hatten wir eisigen Wind und dichten Nebel, der sich auch leider nicht mehr aufgelöst hat. Aber wir waren oben und nur das zählt. 1420m hoch auf dem Gipfel des mystischen Vulkans Snæfellsjökull.

 


Dienstag, 10. Juni 2014

Mit mir kann man's ja machen...
mosert Doggi mit einem Grinsen im Gesicht. Erst setzt du mich vor so einen stinkenden Solfatar, gestern gefährlich nahe an einen kochenden Geysir und heute die Krönung an der Kante vom tosenden Gullfoss.


Aber eins muß man dir lassen, mit dir erlebt man was, fügte er dann noch in einem lobenden Ton hinzu.
Als ich ihm dann sagte, dass ich schon ein wenig Angst um ihn hatte, eine kleine Windböe und er wäre - er unterbricht mich schroff und sagt in einem bestimmenden Ton: sag's nicht, sonst verlange ich in Zukunft einen Sicherheitsgurt. Ich erwidere etwas provozierend: halt dich doch an deinem Stethoskop fest.
Ich dachte jetzt springt er mir an die Gurgel, aber er blieb cool und meinte: werd du nur nicht krank. Ich habe ihm dann später noch versprochen in Zukunft vorsichtiger zu sein.

 


Morgen gehts nach Reykjavik und dann auf einen mystischen Vulkan auf der Suche nach dem Eingang zu Jules Vernes Mittelpunkt der Erde.

Es bleibt spannend... :-)

Sonntag, 8. Juni 2014

Doggi war maßlos enttäuscht und stinke sauer...
dass es keinen Taucheranzug in seiner Größe gab. Ich sollte alles lückenlos filmen, damit er die Unterwasserwelt zwischen Amerika und Europa dann wenigsten auf Video hat.
Ich war schnorcheln in den Erdspalten bei Pingvellir. Das Wasser kommt vom Gletscher Langjökull und benötigt von dort 50Jahre bis es den See pingvallavatn, den größten isländischen Binnensee, erreicht. Das Wasser kann man bedenkenlos trinken, es ist so klar, dass die Sicht hier unter Wasser bis zu 120m beträgt. Die Wassertemperatur ist allerdings nur 2°C, deshalb den Trockenanzug.



Um Doggi wieder zu besänftigen, durfte er dann am Nachmittag mit ins Geothermalbad in Laugarvatn. Dampfbäder, Sauna und Wasserbecken werden mit Erdwärme beheizt. Das Dampfbad hat Doggi am besten gefallen, auch wenn es hier wieder nach faulen Eiern gerochen hat. Medizinisch meint Doggi, ist dies ein Labsal für den Körper.

 

Nach einigen Stunden plantschen im 38° warmen Wasser seufzte Doggi: mir wachsen schon Schwimmhäute an den Händen, wir sollte doch langsam mal wieder ins Trockene.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Ich bin doch kein Gartenzwerg...
sagt Doggi empört, als ich ihn für diese Foto in die moosbewachsene Lava setzte. Als ich ihm dann aber glaubhaft machen konnte, dass dies historischer Boden ist an dem vor 200 Jahren ein bedeutender Fischereihafen lag, murmelte er noch etwas in einem beleidigten Ton, war dann aber mit dem Foto einverstanden.


Als ich später zu den Solfataren bei Seltun wollte, hat er auch wieder gemeckert. Da stinkt es so abartig nach Schwefel hat er gesagt, er geht da keinesfalls hin. Das zwangsläufige Einatmen der schwefelhaltigen Dämpfe sei medizinisch nicht zu vertreten fachsimpelte er.
Ich brauchte eine Weile um ihn zum Mitgehen zu überreden. Er verlangte aber ein Tempo von mir, das er sich dann vor Mund und Nase hielt. Als wir auf den Holzstegen durch diese urzeitlich anmutende Landschaft liefen war Doggi plötzlich ganz begeistert von den vielen heißen Quellen und dem geblubber überall.
Er wurde immer mutiger und der Schwefeldampf war kein Thema mehr. Ich sollte alles genau fotografieren und Videos machen, das wäre ja geologisch sensationell und muss unbedingt dokumentiert werden. Nun waren wir wieder ein Team.




 




Dienstag, 3. Juni 2014

Wir sind auf Island....
schon viele Jahre träume ich von einer Islandreise und nun bin ich hier, einfach so. Schon auf den ersten Kilometern vom Flughafen weg habe ich Island gespürt.

Beim Landeanflug dachte ich erst wir landen auf Grönland. Noch ziemlich viel Schnee auf den Bergen im Nordosten, aber noch bin ich im Südwesten und hier blühen die Blumen und ich habe schon wieder Glück mit dem Wetter :-)





Doggi war ganz froh als wir endlich gelandet waren, ich glaube er hat etwas Flugangst.





Nach einer Regennacht im Zelt ging es heute durch "Klein"-Island. Die Halbinsel Reykjanes zeigt alles, was es auch im restlichen Island zu sehen gibt, steht im Reiseführer. Es war beeindruckend obwohl zu 95% Lava, Lava, Lava zu sehen ist. Mit ein paar kleinen Ausnahmen...
 

 


Sonntag, 1. Juni 2014

Sideseeing in Bergen...



Doggi inspiziert eins der ältesten Krankenhäuser
Skandinaviens, das Lepramuseum St. Jørgens.
Ich hab's ja nicht so mit Krankenhäusern und verstehe
auch nix von diesem medizinischen Kram, aber Doggi
hat sooo gebettelt, dass ich nachgeben musste.
Der Lepra-Erreger war Teil seiner Doktorarbeit hat er
mir dann später beiläufig erzählt.








Nach vier Tagen Sideseeing sind die Füße platt gelaufen.
Das Wetter war genial aber komisch. Auf allen Grünflächen lagen jung Leute (ER oben ohne, SIE im Bikini) in der Sonne zum bräunen und in den Strassenlokalen, bei denen man im Schatten saß, waren die Heizstrahler an und die Gäste in Decken gehüllt.
Auch wegen der gerade laufenden Musikfestspiele war in der Stadt so einiges geboten.

Jetzt bin ich gespannt ob morgen beim Flug alles klappt und wie es dann in Island weiter geht.
Wie man hier  sehen kann, sind noch viele Strassen gesperrt und auf den Webcam's sieht man hier und da noch Schnee liegen.